Der Rohbau des Testzentrums für Tragstrukturen der Leibniz Universität Hannover, in dem künftig komplexe Forschung im Bereich Offshore-Windenergieanlagen betrieben wird, ist fertiggestellt. Das Richtfest für den 25 Mio. Euro teuren Forschungsneubau in Hannover Marienwerder, fand am 18. Juni 2013 bei Sonnenschein also bei „ruhiger See“ statt.

THEURICH+KLOSE wurde vom Staatlichen Baumanagement Hannover mit der Planung der technischen Gebäudeausrüstung beauftragt. Die Planung erfolgte in enger Abstimmun mit den Experten der Leibniz Universität. Das komplexe Institutsgebäude mit Büro- und Laborräumen, Werkstatt und Versuchshalle erfüllt hohe Anforderungen an die Reduzierung des Primärenergiebedarfs.

In der 20 Meter hohen Versuchshalle werden Experten des Fraunhofer Instituts für Windenergie und Energiesystemtechnik und verschiedenen Instituten der Leibniz Universität die Bedingungen auf hoher See realistisch simulieren. In einer mit Wasser und Sand gefüllten Grube können Komponenten von Offshore-Windenergieanlagen erprobt werden. Ziel der zukünftigen Forschungsprojekte ist es unter anderem, die Lebensdauer von Windenergieanlagen zu verlängern, die Produktionskosten zu senken und die Tragstrukturen der Windenergieanlagen sicherer zu machen.

Das in dieser Form europaweit einmalige Testzentrum für Tragstrukturen wird überwiegend vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit finanziert, aber auch das Land Niedersachsen, die Europäische Union und die Leibniz Universität sind beteiligt. Voraussichtlich Ende 2013 soll das Zentrum fertiggestellt sein und bis Mitte 2014 in Betrieb gehen.